Schönheitsideale

Wie stark werden Kinder durch Schönheitsideale aus den Medien beeinflusst?

Gefährliche Schönheitsideale

Aussehen wie die Stars auf Instagram, die Models aus Germanys Next Topmodel oder die Kandidatinnen oder Kandidaten beim Bachelor? Das ist es leider oft, was sich Mädchen und Jungen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren wünschen. Besonders in der (Vor-) Pubertät sind junge Menschen schnell von TV-Shows sowie Influencerinnen und Influencern in den Sozialen Medien beeinflussbar, die einseitige Körperbilder zeigen. Aber was, wenn der eigene Körper nicht annähernd so perfekt ist? Wenn die Haut unrein aussieht, die Figur nicht schlank oder die Schultern nicht breit genug sind? Lesen Sie, wie Sie Ihren Kindern helfen können, Schönheitsideale in den Medien kritisch zu betrachten und ihren Körper so zu akzeptieren, wie er eben ist.

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Wie können Eltern vorbeugen und reagieren?

Wie steht es um Ihre Schönheitsideale? Wir alle werden geprägt von den Schönheitsnormen unserer Gesellschaft. Dem kann sich kaum jemand vollständig entziehen. Umso wichtiger ist ein kritischer Umgang mit den Erscheinungsbildern in der Werbung und auf Social Media. Schauen Sie mit Ihrem Kind hinter die Kulissen und erklären Sie, wie diese Bilder entstehen. So lernen Jugendliche, kritischer auf Schönheitsideale zu blicken. Vor allem: Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Sie es so, wie es ist, schön finden und lieben. Ganz ohne Beautyfilter. Auf diese Weise können Sie Ihrem Kind ganz bewusst mitgeben, dass äußerliche Merkmale nicht alles sind.

Tipps für Eltern zum Umgang mit falschen Schönheitsidealen:

  • Hören Sie Ihrem Kind zu, zeigen Sie sich interessiert und verständnisvoll. So schaffen Sie eine gute Gesprächsgrundlage.
  • Reden Sie die Idole Ihres Kindes nicht pauschal schlecht. Versuchen Sie lieber wertfrei darauf einzugehen.
  • Stärken Sie beharrlich das Selbstwertgefühl Ihres Kindes: „Du bist einzigartig, so wie du bist!“ Davon wird Ihr Kind noch lange profitieren!
  • Machen Sie deutlich, dass es die persönlichen Eigenheiten sind, die Menschen liebenswert und schön machen: Das können rote Haare sein, wilde Augenbrauen, die Sommersprossen, der Humor, das herzhafte Lachen und so vieles mehr.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind andere Vorbilder. Es gibt inzwischen auch Bewegungen, die sich gegen den Schönheitswahn richten. Beispiele dafür finden sich unter dem Hashtag #bodypositivity oder #bodyneutrality.
  • Wenn alles nichts hilft und Ihr Kind in eine Essstörung zu rutschen droht oder der Leidensdruck zu hoch wird, holen Sie sich professionelle Unterstützung. Die gibt es online oder direkt in einer der zahlreichen Elternberatungsstellen. Ausführliche Informationen und Kontaktadressen finden Sie im Beitrag „Elternberatung" hier auf dem Familienportal.NRW.

Wo finden wir Hilfe und Beratung?

Professionelle Hilfe und Beratung erhalten Sie über die Erziehungsberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie unter:

www.bke.de

Wenn Sie eine Online-Beratungen bevorzugen, finden Sie Angebote per Mail, als Chat oder im Forum auf:

www.eltern.bke-beratung.de

Das Familienministerium bietet eine sehr umfassende Übersicht über sämtliche Beratungsstellen:

www.mkjfgfi.nrw

Sehenswerte Beiträge für Sie und Ihr Kind zum Thema: „Body Positivity – Jeder Körper ist schön“ gibt es von logo! auf der ZDF-Internetseite:

„Falsche Schönheit und wie sie gemacht wird“ heißt ein weiterer sehenswerter Beitrag bei logo! für Heranwachsende:

Auf der Internetplattform „Schau hin“ finden Sie einen lesenswerten Beitrag, der sich mit dem Thema beschäftigt, welchen Einfluss die medialen Personen der Unterhaltungswelt und die körperlichen Inszenierungen in den Sozialen Netzwerken auf Heranwachsende haben können.

In der WDR-Mediathek gibt es einen kurzen Filmbeitrag zum Thema „Schönheit im Netz – Filter, Fake und Perfektion?“

Flimmo – Der Elternratgeber für TV, Streaming & YouTube empfiehlt Filmhighlights für 9- bis 13-Jährige unter dem Motto „Starke Figuren – vielfältige Vorbilder“.