Більше ніякого готелю "Мама
У певний момент настає час покинути батьківське гніздо і стати на власні ноги.
Але діти не завжди з'їжджають звідти. Сини, зокрема, люблять насолоджуватися готелем "Мама" трохи довше, ніж їхні доньки. Про це свідчать дослідження Федерального статистичного відомства. Які причини пізнього переїзду? Сучасні діти занадто комфортні чи розпещені? І що ви можете зробити, щоб заохотити дитину до самостійності?
Warum verlassen Kinder immer später ihr Elternhaus?
Das Nesthocken hat nicht generell mit Bequemlichkeit zu tun. Der Tatsache sind auch andere Gründe geschuldet:
- Die Mieten explodieren, Wohnraum gerade in Großstädten und Ballungsräumen ist rar und teuer. Kleine und günstige Wohnungen sind kaum zu bekommen.
- Die Ausbildungszeit dauert zum Teil deutlich länger, was den Berufseinstieg nach hinten verschiebt. Das Bachelorstudium lässt zum Jobben wenig Zeit. Die Kinder sind länger finanziell von ihren Eltern abhängig.
- In der Pandemie findet das Studium hauptsächlich online statt. Der Umzug in die Universitätsstadt ist zunächst gar nicht erforderlich. Das erhöht den Anteil der Studierenden, die aus wirtschaftlichen Gründen zuhause bei den Eltern wohnen bleiben.
- Eltern und Kinder verstehen sich heute deutlich besser. Konflikte werden seltener ausgetragen, die Beziehung ist oft freundschaftlich, das Zusammenleben im elterlichen Zuhause gestaltet sich harmonisch.
- Während die Kinder früher schnell aus der heimischen Enge ausziehen wollten, ist die Wohnraumsituation heute meist deutlich entspannter.
- Manchen Eltern fällt das Loslassen der Kinder (unbewusst) schwer. Aus lauter Liebe senden sie falsche Signale. Der Kühlschrank ist immer voll, eine warme Mahlzeit steht zuverlässig auf dem Tisch, die Wäsche ist pünktlich gewaschen, es besteht keine Notwendigkeit, selbst Verantwortung zu übernehmen. Für den Nachwuchs ist es einfach sehr bequem im behaglichen Zuhause und der Antrieb, das Nest zu verlassen, ist (verständlicherweise) oft nicht sehr groß.
Warum kann sich der Ablöseprozess hinauszögern?
Eltern lieben ihre Kinder über alles. Dennoch sollten Sie Ihrem Kind vermitteln, dass der Auszug aus dem Elternhaus irgendwann ein ganz normaler Schritt in die Selbstständigkeit ist. Sie wollen Ihren Sohn und Ihre Tochter schließlich zu einem selbstständigen Menschen erziehen, der den eigenen Weg in der Welt findet. Es ist die Aufgabe von Müttern und Vätern, ihr Kind auf diesem Weg in die Unabhängigkeit zu begleiten. Ihr Kind wird sich dadurch nicht ungeliebt fühlen.
Es kann sein, dass Sie Angst vor dem sogenannten Empty-Nest-Syndrom haben und es völlig okay finden, wenn sich der Ablöseprozess noch etwas hinauszögert. Aber gerade, weil Sie Ihr Kind lieben, sollten Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter zum richtigen Zeitpunkt ein eigenverantwortliches Leben mit eigenen Erfahrungen ermöglichen. Manche Tochter und mancher Sohn benötigt dafür vielleicht einen kleinen elterlichen Schubs.
Was sind die größten Erziehungsfallen?
Die Erziehung zur Selbstständigkeit beginnt schon im Kleinkindalter. Übertragen Sie Ihrem Kind altersgerechte Aufgaben – so früh wie möglich. Sie tun Ihrem Kind keinen Gefallen, wenn Sie es nach Strich und Faden verwöhnen und alles abnehmen. Im Laufe der Jahre wachsen die Aufgaben mit: die eigene Wäsche zu übernehmen, selbstständig einzukaufen und zu kochen, lernen mit dem eigenen Geld zu wirtschaften – all das fördert die Alltagskompetenzen und das eigene Selbstvertrauen. Nur so lernt Ihr Kind, auf eigenen Füßen zu stehen und für sich selbst zu sorgen.
Nehmen Sie Ihrem Kind nicht alle Probleme ab, wenn es schwierig wird. Geben Sie Ihrer Tochter und Ihrem Sohn vielmehr Zeit, zunächst selbst nach Lösungen zu suchen. Fragen Sie nach, welche Lösungsvorschläge Ihr Kind für die nächste Herausforderung hat. Bieten Sie erst dann Ihre Hilfe an. Machen Sie es Ihrem Kind nicht immer so einfach wie möglich, es darf auch mal mühsam sein. Je anstrengender eine Sache ist, desto größer ist die Freude, wenn es gelingt. Diese Erfahrung fördert das Selbstwertgefühl und den Glauben an die eigenen Kompetenzen.
Wie sagen wir unserem Kind, dass es Zeit für den Auszug ist?
Der Schritt in die Selbstständigkeit gehört zum Erwachsenwerden dazu. Kommt der Antrieb nicht vom Sohn oder der Tochter selbst, sind Eltern gefordert, klare Worte zu finden. Das hat nichts mit fehlender Liebe oder Ablehnung zu tun. Aber irgendwann müssen auch Nesthocker ihren eigenen Weg finden:
- Sprechen Sie das Thema offen und ehrlich an. Erfragen Sie die Zukunftspläne Ihres Kindes und vereinbaren Sie konkrete Termine für den Schritt in die Eigenständigkeit. Lassen Sie Ihr Kind spüren, dass Ihnen das Thema ernst ist.
- Senden Sie deutliche Botschaften: Signalisieren Sie, wann es Zeit für einen Auszug ist. Vielleicht wenn die Ausbildung abgeschlossen ist oder das Auslandsjahr endet. Klären Sie gemeinsam, wie der Auszug aussehen soll. Besprechen Sie auch, was der Auszug finanziell bedeutet. Reicht das Geld für eine eigene Wohnung oder für ein WG-Zimmer? Welche Möbel kann Ihr Kind mitnehmen, welche Ausstattungsgegenstände müssen angeschafft werden?
- Stellen Sie die Annehmlichkeiten ein, werden Sie stattdessen unbequem: Nehmen Sie Ihrem Kind nicht länger lästige Arbeiten ab. Verreisen Sie, ohne den Kühlschrank voll zu machen. Verteilen Sie Aufgaben wie Rasenmähen, den Wocheneinkauf erledigen, die eigene Wäsche waschen. Das sollten Sie natürlich vorher kommunizieren, zum Beispiel so: “Es ist okay, wenn du hier wohnen möchtest, aber du bist kein Kind mehr und kannst jetzt mehr Verantwortung übernehmen.”
- Wenn Ihr Kind noch zuhause wohnt und bereits eigenes Geld verdient, fordern Sie eine Beteiligung an den Haushaltskosten. Miete, Strom, Wasser, Handyvertrag, Radio- und Fernsehgebühren, Verköstigung – all das will bezahlt werden und ihr Nachwuchs kann sich durchaus daran beteiligen. Gesetzlich ist die Höhe eines sogenannten „Kostgeldes“ nicht festgelegt. Aber Sie können mit Ihrem Kind über eine angemessene finanzielle Beteiligung verhandeln.
- Basis aller Gespräche sollte immer eine faire und respektvolle Kommunikation sein. So bleibt die Tür offen für den weiteren Kontakt miteinander. Denn auch wenn die Kinder nun erwachsen sind, das Gefühl bei den Eltern eine Basis zu haben, wo man immer willkommen ist, gibt auch im späteren Leben weiterhin Halt.
Wo finden wir Hilfe und Beratung?
Wenn es zu Konflikten rund um die Wohnsituation mit Ihrem Kind kommt, können Sie das kostenlose Angebot einer Erziehungs- oder Familienberatungsstelle in Anspruch nehmen. Über Mein Familienlotse finden Sie schnell und unkompliziert das für Sie passende Angebot in der Nähe Ihres Wohnorts.