Gute Praxis: Vereinbarkeit durch Jobsharing

Alanya Faatz und Janine Röser berichten im Video, wie es klappt, wenn Zwei sich einen Job teilen

Jobsharing: Zwei, die sich eine Stelle teilen

Die EVONIK Industries AG aus Essen bietet ihren Beschäftigten die Möglichkeit, sich eine Stelle zu teilen. Im Zuge des Jobsharings besetzen die Mitarbeiterinnen Alanya Faatz und Janine Röser gemeinsam eine Stelle im Personalmanagement. Familie und Karriere lassen sich so gut vereinbaren – und auch der Arbeitgeber profitiert von dem Modell.

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Geteilte Vollzeit

Seit Anfang 2021 teilen sich Alanya Faatz und Janine Röser eine Position im Personalmanagement. Beide wollten zeitgleich aus der Elternzeit zurückkehren, beide ihre Vollzeitstelle auf Teilzeit reduzieren. Gemeinsam mit ihrem Abteilungsleiter Kai Grefling entwickelten sie ein Tandem-System, über das sie die Aufgaben der Stelle effektiv aufteilen können. Für die Evonik Industries AG aus Essen ist das ein erfolgreiches Modell, um Mitarbeitenden mehr Flexibilität in der Vereinbarkeit von Job und Familie zu bieten.

Mehr Flexibilität und Effizienz

Für Alanya Faatz ist es der zweite Wiedereinstieg nach einer Elternzeit. In der engen Zusammenarbeit mit Janine Röser sieht sie vor allem Vorteile bei der Vertretung der jeweils anderen. Bei Urlaub, Krankheit oder spontanen Ausfällen ist so immer jemand da, der über To-Do´s und den aktuellen Stand von Projekten Bescheid weiß. Das ist nicht nur für die beiden Kolleginnen hilfreich, sondern auch für das gesamte Team.

Bei Evonik gehört das Jobsharing fest zum Unternehmensalltag. Über das Programm “Pairfect” können die Mitarbeitenden des Betriebs eine geeignete Jobsharing-Partnerschaft finden. Wie der Arbeitsalltag im Tandem dann genau aussieht, kann individuell gestaltet werden – so, dass es für beide Mitarbeitenden und auch die Kollegschaft am besten passt. 

Wo finden wir Hilfe und Beratung?

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich über Jobsharing-Möglichkeiten erkundigen oder beraten lassen möchten, ist die Personalabteilung oder der Betriebsrat des Unternehmens die erste Anlaufstelle. Auch Gewerkschaften bieten oft Beratungsdienste und Informationen zu Arbeitsvereinbarungen an. Berufliche Online-Netzwerke wie LinkedIn und berufsbezogene Gruppen in sozialen Medien können helfen, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und möglicherweise Jobsharing-Partner zu finden.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales berechnet den Freizeitgewinn durch Jobsharing in verschiedenen Beispielen: