HPV-Schutzimpfung

HP-Viren können Krebs verursachen. Impfung schützt. 

Text zuletzt aktualisiert: 20.08.2026

Das Wichtigste zur HPV-Schutzimpfung im Überblick

  • HP-Viren sind weit verbreitet und können verschiedene Krebsarten auslösen.
  • Mit einer Impfung können nahezu alle HPV-bedingten Krebserkrankungen verhindert werden, darunter auch Gebärmutterhalskrebs.
  • Empfohlen wird die Impfung für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren.
  • Auch Jungen sollten geimpft werden, da sie sich anstecken und an Krebs erkranken oder Viren weitergeben können.
  • Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel bis zum 18. Lebensjahr.

HPV-Impfung: Schützen Sie Ihr Kind wirksam vor vielen Krebsarten

Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitete Viren, die verschiedene Krebsarten auslösen können. Eine frühzeitige Impfung für alle Mädchen und Jungen ab 9 Jahren bietet einen wirksamen Schutz. Erfahren Sie in diesem Beitrag, warum die HPV-Impfung wichtig für die Gesundheit Ihres Kindes ist, wann sie empfohlen wird und was Eltern dazu wissen sollten. 

Ein Mädchen erhält eine Impfung in den Oberarm.

Was ist HPV überhaupt?

HP-Viren werden vor allem durch intime Kontakte übertragen. Sie gehören zu den häufigsten sexuell übertragenen Infektionen überhaupt. Nahezu alle Menschen stecken sich im Laufe ihres Lebens mit HPV an, oft bereits beim ersten Sexualkontakt.  

In vielen Fällen heilt die Infektion von selbst aus.  

Bestimmte HP-Viren können jedoch Krebs verursachen, zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs, aber auch Krebs im Mund- und Rachenraum oder im Genitalbereich, am After und Penis. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erkranken jährlich ca. 10.000 Menschen infolge von Infektionen mit HP-Viren an Krebs. Am häufigsten sind Frauen betroffen, aber auch bei Männern verursachen HP-Viren Tumore.

Warum ist die HPV-Impfung so wichtig?

Eine Schutzimpfung ist der wirksamste Schutz vor HPV-bedingten Krebserkrankungen. Die Impfung schützt zuverlässig, ist sicher, gut verträglich und senkt das Krebsrisiko deutlich. Bei Gebärmutterhalskrebs sogar um mehr als 90 Prozent. 

Ab welchem Alter ist die HPV-Impfung empfohlen?

Da HP-Viren schon beim ersten Geschlechtsverkehr übertragen werden können, sollte die Impfung vor dem ersten intimen Kontakt erfolgen. So kann der Körper bereits einen Schutz aufbauen, bevor der erste Kontakt mit den Viren erfolgt.  

Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät, alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren zu impfen.  

Ein Vorteil der frühen Impfung ist, dass in diesem Alter zwei Impfungen ausreichen. Ab 15 Jahren sind drei Impftermine notwendig, um einen vollständigen Schutz zu erreichen.

Wie läuft die Impfung ab?

Für die HPV-Schutzimpfung stehen zwei zugelassene Impfstoffe zur Verfügung. Unabhängig von der Wahl des Impfstoffes gelten folgende Empfehlungen.  

Für Jungen und Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren: 

  • Zwei Einzelimpfungen  
  • Abstand 5 bis 13 Monate 
  • War der Abstand kürzer als 5 Monate, wird eine 3. Impfdosis empfohlen. 

Für Jungen und Mädchen ab 15 Jahren: 

  • Drei Einzelimpfungen 
  • Die Impfabstände legt die impfende Praxis abhängig vom Impfstoff mit Ihnen fest.

Häufige Eltern-Fragen und Antworten zur HPV-Schutzimpfung

Wo finden wir Hilfe und Beratung? 

Die Impfung wird unter anderem von Ärztinnen und Ärzten für Kinder- und Jugendmedizin, Allgemeinmedizin, Frauenheilkunde und Urologie angeboten. Ein persönliches Beratungsgespräch hilft, alle individuellen Fragen rund um die Infektion mit HP-Viren und die Schutzimpfung zu klären.  

Darüber hinaus finden Sie viele Informationen zu diesem Thema online: 

Das Portal Liebesleben klärt über die HPV-Impfung auf und bietet Eltern wertvolle Fakten, um eine informierte Entscheidung für die Gesundheit des Kindes treffen zu können. 

Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) bietet leicht verständliche Informationen mit einem speziellen Fokus auf die Altersgruppe der Kinder.

Weitere empfehlenswerte Portale mit Informationen zur HPV-Impfung finden Sie in der Spalte rechts auf dieser Seite unter Links zum Weiterlesen.  

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