Familienkommune 2026: Krefeld

Wo Haltung wirkt, entstehen Chancen

Text zuletzt aktualisiert: 13.10.2026

Zukunftschancen fördern

In der Samt- und Seidenstadt Krefeld verbinden sich Industriekultur, grüne Stadträume und vielfältige Nachbarschaften. Rund 240.000 Einwohnerinnen und Einwohner leben in der Großstadt am Niederrhein. 

Familienfreundlichkeit gemeinsam gestalten

Familienfreundlichkeit in Krefeld basiert auf einem eng verzahnten Netzwerk aus Prävention, Quartiersarbeit, Kinderrechten und bürgerschaftlichem Engagement. 

Die Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit bündelt verschiedene Aufgabenbereiche und entwickelt passgenaue Unterstützungsstrukturen für Kinder, Jugendliche und Familien. Grundlage hierfür bilden der kommunale Armutsbericht, die Präventionsketten sowie ein soziales Quartiersmanagement in zwölf Quartieren. Familien werden dort erreicht, wo sie leben: durch aufsuchende Beratung, wohnortnahe Unterstützungsangebote, Begegnungsorte und niedrigschwellige Zugänge zu Bildung, Teilhabe und sozialen Leistungen. 

Gleichzeitig stärkt Krefeld die Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen und fördert durch starke Netzwerke den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Landespreis für familienfreundliche Kommunen 2026

Die Jury würdigte insbesondere den ganzheitlichen und strukturellen Ansatz zur Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut. Statt auf einzelne Projekte setzt Krefeld auf eine dauerhaft verankerte Infrastruktur, die Prävention, Beteiligung und Quartiersarbeit miteinander verbindet. Besonders überzeugend war die enge Verzahnung von kommunaler Steuerung, sozialräumlicher Unterstützung und Kinderrechten. Die Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit schafft damit nachhaltige Rahmenbedingungen, die Familien stärken, Teilhabe ermöglichen und Chancengerechtigkeit fördern. Dafür wurde Krefeld mit dem Landespreis für familienfreundliche Kommunen 2026 in der Kategorie „Familienpolitisches Gesamtprojekt“ ausgezeichnet. 

Familienfreundliche Angebote in Krefeld

  1. Kinderrechte on Tour

    Mit dem Projekt „Kinderrechte on Tour“ werden Kinder in Kitas, Schulen und Einrichtungen für Kinderrechte sensibilisiert und aufgeklärt. Das mobile Angebot richtet sich insbesondere an Kinder in benachteiligten Quartieren und vermittelt altersgerecht Wissen. Ergänzt wird das Projekt durch Materialien in Leichter Sprache, die Kindern einen barrierearmen Zugang zu Mitbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe ermöglichen.

  2. Krefeld für Kinder

    Unter dem Dach von „Krefeld für Kinder“ engagieren sich Vereine, Unternehmen, Stiftungen sowie Bürgerinnen und Bürger gemeinsam für sozial benachteiligte Kinder. Durch Benefizveranstaltungen, Spendenaktionen und kreative Projekte werden zusätzliche Mittel für Angebote zugunsten von Kindern und Familien eingeworben. Das Netzwerk verbindet gesellschaftliches Engagement mit konkreter Unterstützung und macht Solidarität in Krefeld sichtbar.

  3. Familien stärken im Quartier

    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem sozialen Quartiersmanagement. In zwölf Quartieren schafft Krefeld wohnortnahe Zugänge zu Beratung sowie Bildungs- und Teilhabeleistungen. Angebote wie die aufsuchende Beratung zu den Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets oder die Möglichkeit der Kita-Anmeldung im Quartiersbüro helfen insbesondere Familien, die sonst nur schwer erreicht werden. So entstehen niedrigschwellige Unterstützungsstrukturen direkt im Lebensumfeld der Familien.

Die weiteren Preisträger-Kommunen 2026

Auch die Städte Bochum, Detmold, Dortmund und Düsseldorf sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis wurden entweder für ihr familienpolitisches Gesamtkonzept oder aber für ein innovatives Einzelprojekt ausgezeichnet.

„Ein Zuhause. Für Familien.“: Unter diesem Motto hat das Familienministerium in Nordrhein-Westfalen 2026 den Landespreis „Familienkommune“ ausgelobt. Kommunen waren aufgerufen, sich mit ihrem familienpolitischen Gesamtkonzept oder einem innovativen Einzelprojekt für die Auszeichnung zu bewerben.