Familienkommune Bochum

Familienkommune 2026: Bochum

Startchancen direkt im Quartier

Texte mis à jour pour la dernière fois: 2026-10-15

Chancengerechtigkeit für Familien fördern

Mitten im Ruhrgebiet verbindet Bochum die Erfahrungen des Strukturwandels mit dem Anspruch, Familien gute Perspektiven und faire Teilhabechancen zu eröffnen. Für die rund 375.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt soll die familienfreundliche Unterstützung wohnortnah und nah am Alltag der Familien gestaltet werden.

Familien stärken, Chancen eröffnen

Mit BO:StarQ (Bochum: Startchancen im Quartier) unterstützt Bochum armutsbetroffene und von Armut bedrohte Familien. Das Projekt bringt Beratung, Begleitung und Begegnungsmöglichkeiten direkt in ausgewählte Stadtteile. So erreicht es Familien dort, wo sie leben. Mit diesem aufsuchenden Ansatz sowie mehrsprachigen und kultursensiblen Angeboten werden die unterschiedlichen Lebenssituationen der Familien berücksichtigt.

Landespreis für familienfreundliche Kommunen 2026

Die Jury würdigte insbesondere den konsequenten Quartiersansatz und die niedrigschwellige Unterstützung von Familien. Besonders überzeugend ist die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Jobcenter, Agentur für Arbeit und freien Trägern. Dadurch werden Sozialplanung und Arbeitsmarktstrategie miteinander verbunden, Zugänge zu Unterstützungsleistungen erleichtert und Versorgungslücken in den Blick genommen. Mit dem StarQMach-Mobil und dem Familienatelier verbindet BO:StarQ aufsuchende Beratung, Beteiligung und die strukturelle Weiterentwicklung der Hilfesysteme. Für diesen Ansatz wurde Bochum mit dem Landespreis für familienfreundliche Kommunen 2026 in der Kategorie „Familienpolitisches Einzelprojekt“ ausgezeichnet.

Familienfreundliche Angebote in Bochum

BO:StarQ: Unterstützung dort, wo Familien leben

BO:StarQ setzt direkt in den Lebenswelten von Familien an. In den Stadtteilen Querenburg, Kruppwerke, Wattenscheid-Mitte und Harpen/Rosenberg begleiten die sogenannten StarQMacherinnen und StarQMacher Familien wohnortnah, mehrsprachig und kultursensibel. Sie unterstützen bei Fragen des Familienalltags, stärken vorhandene Ressourcen und vermitteln bei Bedarf in Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote. Die Anbindung an bereits etablierte Einrichtungen im Quartier erleichtert den Zugang und schafft Vertrauen.

Ein besonderer Baustein ist das StarQMach-Mobil. Der umgebaute Bauwagen kommt direkt in die Quartiere und schafft als mobiler Begegnungs- und Beratungsort niedrigschwellige Zugänge: Familien können unkompliziert Kontakte knüpfen, Informationen erhalten und verschiedene Angebote kennenlernen. 

Ergänzt wird das mobile Angebot durch das Familienatelier. In offenen Workshops können Familien ihre Erfahrungen sowie Ideen einbringen und so aktiv die Weiterentwicklung des Projekts und der Bochumer Unterstützungsstrukturen mitgestalten.  

Die weiteren Preisträger-Kommunen 2026

Auch die Städte Detmold, Dortmund, Düsseldorf und Krefeld sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis wurden entweder für ihr familienpolitisches Gesamtkonzept oder aber für ein innovatives Einzelprojekt ausgezeichnet.

„Ein Zuhause. Für Familien.“: Unter diesem Motto hat das Familienministerium in Nordrhein-Westfalen 2026 den Landespreis „Familienkommune“ ausgelobt. Kommunen waren aufgerufen, sich mit ihrem familienpolitischen Gesamtkonzept oder einem innovativen Einzelprojekt für die Auszeichnung zu bewerben.