Girlsʻ und BoysʻDay 2026
Berufsorientierung ohne Geschlechterklischees
Auf den Bau? „Das ist doch nichts für Frauen!“ Arbeiten in der Kita? „Aber das ist doch kein Beruf für Männer!“ Kennen Sie solche Reaktionen auf Berufswahlwünsche? Der Girlsʻ und BoysʻDay will das ändern. Schließlich sollte eine Unterscheidung in typische Frauen- und Männerberufe längst der Vergangenheit angehören. Erfahren Sie in diesem Beitrag, was hinter dem jährlichen Aktionstag zur Berufsorientierung steckt und wie Ihr Kind die Möglichkeit bekommt, Einblicke in eine geschlechtsneutrale Arbeitswelt zu gewinnen.
Bei der Berufsorientierung spielen Eltern eine wichtige Rolle
Heute stehen Mädchen und Jungen alle Berufswege und Berufsbereiche offen – nur muss man sie manchmal erst kennenlernen. Mit einer Teilnahme am GirlsʻDay und BoysʻDay können Sie Ihr Kind dabei unterstützen, den geeigneten Beruf oder ein passendes Studienfach zu finden. Denn als Eltern haben Sie eine wichtige Vorbildfunktion und sind gleichzeitig vertrauensvoller Ratgeber, wenn es um die berufliche Zukunft geht.
Was ist die Idee hinter dem Aktionstag?
Ziel vom GirlsʻDay und BoysʻDay ist es, jungen Menschen die Vielfalt beruflicher Möglichkeiten näherzubringen und sie dazu zu ermutigen, auch untypische Berufswege in Betracht zu ziehen. Häufig orientieren sich Mädchen und Jungen noch an klassischen Rollenbildern bei der Berufswahl. Der Aktionstag setzt genau hier an: Er ermöglicht Einblicke in Berufe ohne Geschlechterklischees und hilft, Vorbehalte abzubauen sowie den Horizont für die eigene Zukunft zu erweitern.
Mädchen lernen beim GirlsʻDay insbesondere technische und handwerkliche Berufe kennen, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind. Denn oftmals wählen Mädchen Berufe, in denen überwiegend Frauen anzutreffen sind, zum Beispiel Medizinische Fachangestellte, Zahnmedizinische Fachangestellte oder Kauffrau für Büromanagement, wie das Schaubild über die aktuelle Top 10 der weiblichen Ausbildungsberufe in Nordrhein-Westfalen zeigt.
Jungen erhalten beim BoysʻDay wiederum Einblicke in soziale, erzieherische und pflegerische Tätigkeiten. Denn aktuell entscheiden sie sich vor allem für Berufe, in denen hauptsächlich Männer arbeiten, zum Beispiel Kfz-Mechatroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizung- und Klimatechnik oder Informatiker. Das sind die aktuellen Top 10 der männlichen Ausbildungsberufe in Nordrhein-Westfalen:
Viele Unternehmen bieten ein eintägiges Schnupperpraktikum
Dabei gibt es so viel mehr Chancen in der Arbeitswelt. Schon seit vielen Jahren öffnen Unternehmen und Institutionen deshalb ihre Türen, um zu zeigen: Es gibt unabhängig vom Geschlecht viele spannende Tätigkeiten in Berufsfeldern und Bereichen, die eher als typisch weiblich oder als typisch männlich gelten. Ganz nach dem Motto: „Probiert es einfach aus!“
Für das eintägige Schnupperpraktikum stehen Mädchen und Jungen bundesweit zahlreiche Plätze zur Verfügung. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse. Ihr Kind kann an diesem Tag praktische Erfahrungen in einem Betrieb machen, den Berufsalltag kennenlernen oder Einblicke in ein Studienfach bekommen.
Wo finden wir Hilfe und Beratung?
Wenn Sie sich online informieren möchten: Ein Elternspecial zum GirlsʻDay bietet Antworten auf Fragen wie: Warum sollte meine Tochter beim Girls'Day mitmachen und wie können wir sie bei der Berufsorientierung unterstützen? Natürlich gibt es auch ein Elternspecial zum BoysʻDay. Klicken Sie sich gern durch!