Kindersicheres Zuhause
Das Wichtigste zum kindersicheren Zuhause im Überblick
- Unfälle passieren am häufigsten im eigenen Zuhause.
- Stürze, Vergiftungen und Verbrennungen gehören zu den größten Risiken.
- Steckdosensicherungen, Treppengitter und kippsichere Möbel sind wichtige Schutzmaßnahmen.
- Reinigungsmittel, Medikamente und Kleinteile müssen sicher verschlossen sein.
- Kleine Kinder dürfen im Bad oder auf dem Balkon nie unbeaufsichtigt bleiben.
Kindersichere Wohnung: So schützen Sie Ihr Kleinkind vor Unfällen
Wenn Kinder laufen lernen, steigt das Unfallrisiko. Voller Neugier geht Ihr Kind nun auf Erkundungstour – ohne mögliche Gefahren einschätzen zu können. Das bedeutet für Eltern eine erhöhte Aufmerksamkeit. Viele Gefahrenquellen in der Wohnung lassen sich jedoch mit einfachen Maßnahmen entschärfen. Wie Sie Unfallrisiken reduzieren und Ihr Zuhause kindersicher gestalten, erfahren Sie hier.
Ihr Kleinkind wird mobil? Erkennen Sie Gefahrenquellen!
Mit den ersten Schritten erweitert sich der Bewegungsradius Ihres Kindes sprunghaft. Da wird ein Regal schnell zum Klettergerüst, eine Teppichkante zur Stolperfalle, ein Mülleimer zur spannenden Schatzkiste: Viele Gefahrenquellen für kleine Kinder lauern daheim.
Deshalb gilt: Sehen Sie Ihre Wohnung aus den Augen Ihres Kindes. Wer sich die Gefahren bewusst macht, kann sie leichter reduzieren.
Was sind die häufigsten Unfallrisiken im Kleinkindalter?
Die häufigsten Ursachen für Verletzungen im Kleinkindalter sind:
- Stürze
- Verbrennungen und Verbrühungen
- Stromunfälle
- Ertrinken
- Vergiftungen
Die folgenden Maßnahmen helfen, die Risiken deutlich zu reduzieren.
Sicherheit in einzelnen Wohnbereichen
Vergiftungen
Vergiftungen können unter anderem ausgelöst werden durch
- Medikamente,
- Tabak und Zigaretten,
- ätzende Reinigungsmittel,
- Lacke und Farben,
- giftige Pflanzen,
- alkoholische Getränke.
Lassen Sie nichts in Reichweite Ihres Kindes stehen und achten Sie auf kindersichere Verschlüsse.
Wo finden wir Hilfe und Beratung?
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen können Unfälle passieren. Wichtig ist: Bleiben Sie ruhig und holen Sie sofort Hilfe. Bei akuten Notfällen wählen Sie den Notruf 112.
Hat Ihr Kind möglicherweise Medikamente, Reinigungsmittel oder andere gefährliche Stoffe verschluckt, wenden Sie sich umgehend an den Giftnotruf oder eine Giftinformationszentrale. Der Giftnotruf ist für akute Vergiftungsunfälle 24 Stunden erreichbar. Die Informationszentrale gegen Vergiftungen Nordrhein-Westfalen (Giftzentrale Bonn) ist erreichbar unter Telefon 0228 19240.
Hilfreich kann der Merkzettel für den Notfall sein. Eine Vorlage zum kostenlosen Download finden Sie auf dem Portal des Bundesinstitutes für Öffentliche Gesundheit BIÖG. Tragen Sie die wichtigsten Rufnummern für den Notfall ein und hängen Sie den Merkzettel gut sichtbar und für alle zugänglich auf.