Elterngeldbezug
Das Wichtigste zum Elterngeldbezug im Überblick
- Rund 93.000 Männer und 279.000 Frauen haben 2025 in Nordrhein-Westfalen Elterngeld bezogen.
- Der Väteranteil am Elterngeld lag 2025 in NRW bei rund 25 Prozent und damit auf nahezu unverändertem Niveau der Vorjahre.
- Väter planten den Elterngeldbezug im Durchschnitt für 4 Monate, Müttern dagegen für 15,1 Monate.
- Das Elterngeld Plus wird von Familien immer stärker nachgefragt.
Sorgearbeit: Ein Viertel der Väter nimmt Elternzeit
Viele Väter möchten von Anfang an Zeit mit ihrem Kind verbringen und sich aktiv an seiner Versorgung und Betreuung beteiligen. Das zeigt sich auch beim Elterngeld. Im Jahr 2025 lag der Anteil der Väter unter allen Elterngeldbeziehenden in Nordrhein-Westfalen bei rund 25 Prozent. Damit blieb die Väterbeteiligung im Vergleich zu den Vorjahren nahezu stabil. Bundesweit lag der Väteranteil mit 26,1 Prozent leicht darüber.
Väterbeteiligung beim Elterngeld bleibt auf konstantem Niveau
Die Elternzeit in Anspruch zu nehmen, mag für Väter zwar immer noch nicht selbstverständlich sein, aber der Trend hält an. Wenn Sie also auch daran denken, sich Zeit für Ihre Familie und Ihr Kind zu nehmen, sind Sie in guter Gesellschaft.
Allein in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2025 rund 93.000 Männer Elterngeld erhalten. Viele Väter gehen hier nicht nur für zwei Monate in Elternzeit, sondern möchten für einen längeren Zeitraum die Möglichkeit nutzen, eine enge Bindung zu ihrem Kind aufzubauen und gemeinsam einzigartige Momente zu erleben. Im Schnitt planten nordrhein-westfälische Männer im Jahr 2025 vier Monate lang Elterngeld in Anspruch zu nehmen.
Unterschiede beim Elterngeld zwischen Müttern und Vätern
Auch wenn sich immer mehr Väter für die Inanspruchnahme von Elterngeld entscheiden, gibt es nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen Müttern und Vätern, vor allem im Hinblick auf die Bezugsdauer des Elterngeldes: Männer planten im Durchschnitt, Elterngeld für 4 Monate in Anspruch zu nehmen, Frauen dagegen für 15,1 Monate.
Quelle: Grundlage der vorliegenden Zahlen zum Elterngeld ist die Auswertung von IT.NRW der Elterngeldstatistik des Statistischen Bundesamtes destatis. Bei den hier verwendeten Daten wurde sowohl das Basiselterngeld als auch das Elterngeld Plus einbezogen.
Elterngeld Plus von Familien stärker nachgefragt
Elterngeld unterstützt Mütter und Väter, die nach der Geburt zur Betreuung ihres Kindes vorübergehend weniger oder gar nicht arbeiten möchten. Eltern haben dabei verschiedene Möglichkeiten: Sie können Basiselterngeld oder Elterngeld Plus mit oder ohne Partnerschaftsbonus oder eine Kombination dieser Ansprüche nutzen.
Beim Elterngeld Plus wird ein Monat Basiselterngeld in zwei Monate ElterngeldPlus umgewandelt. So kann die Bezugsdauer von Elterngeld verlängert werden, allerdings auch mit reduziertem Leistungsanspruch.
Insbesondere für die Eltern, die nach der Geburt in Teilzeit arbeiten möchten, bringt das Elterngeld Plus finanzielle Vorteile: Das Entgelt aus der Teilzeitbeschäftigung wird weniger stark auf das Elterngeld angerechnet als beim Basis-Elterngeld.
Im Jahr 2025 wählten rund 41 Prozent aller Elterngeldempfängerinnen und Elterngeldempfänger die Variante Elterngeld Plus. Laut Statistischem Bundesamt Destatis stieg der Anteil in NRW bei Vätern auf 27 Prozent, bei Müttern auf rund 45 Prozent.
Gut vorbereitet in die Elternzeit: Tipps für Väter
Wenn Sie Elternzeit planen, hilft eine gute Vorbereitung und Absprache. Diese Themen sind besonders wichtig:
- Informieren Sie sich frühzeitig über Anspruch, Dauer und Anmeldung der Elternzeit. Ausführliche Informationen finden Sie im Beitrag „Elternzeit”.
- Wenn Sie sich mit Ihrer Partnerin die Familienaufgaben und Kinderbetreuung teilen möchten, ist es wichtig, Ihre Wünsche sowie Vorstellungen miteinander zu besprechen. Im Beitrag „Arbeitsteilung in der Familie: Wie bekommen Paare eine gerechte Aufteilung hin?” erhalten Sie Tipps und Denkanstöße für die Gesprächsführung.
- Nicht alle Arbeitgeber sind begeistert, wenn Väter eine längere Auszeit vom Job nehmen möchten. Suchen Sie daher möglichst früh das Gespräch mit Ihrem oder Ihrer Vorgesetzten. Tipps dazu erhalten Sie im Beitrag „Elternzeit für Väter: Ich bin dann mal raus. Wie sag ich‘s meinem Chef?”.
- Wenn Sie gerne mehr Zeit für Familie und Kinder haben möchten und über Teilzeitarbeit nachdenken, empfehlen wir Ihnen den Beitrag „Teilzeit: Weniger arbeiten – mehr Zeit mit dem Kind.”
Wo finden wir Hilfe und Beratung?
Ausführliche Informationen zum Elterngeld, zu den verschiedenen Varianten, zur Höhe der Leistung und zu den Voraussetzungen, ein FAQ sowie den Antrag auf Elterngeld finden Sie auf der Seite Elterngeld hier auf dem Familienportal.NRW.
Für die Bearbeitung des Elterngeldes sind in Nordrhein-Westfalen die Kreise und kreisfreien Städte zuständig. Die zuständigen Elterngeldstellen beraten Sie auf Wunsch auch zu allen Fragen der Elternzeit und Antragstellung.
Welche Elterngeldstelle für Sie zuständig ist, können Sie auf der Seite Elterngeld durch Eingabe Ihrer Postleitzahl ermitteln.