Förderung der BuT-Inanspruchnahme
Gemeinsam für mehr Chancengerechtigkeit
Um die Inanspruchnahme der Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket zu erhöhen, haben viele nordrhein-westfälischen Kommunen bereits Lösungsansätze etabliert. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Barrieren der Inanspruchnahme abzubauen, um insbesondere Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen zu fördern und zu unterstützen.
Abbau von Hürden: Maßnahmen im Kreis Düren
Damit möglichst viele Kinder und junge Erwachsene Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket bekommen, setzt der Kreis Düren ein aus unterschiedlichen Bausteinen bestehendes Maßnahmepaket um. Das Ziel: Die BuT-Leistungen bei den Anspruchsberechtigten bewerben und mögliche Hürden für eine Inanspruchnahme abbauen.
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Schulungen für Multiplikatoren
Das kommunale Jobcenter des Kreises Düren, nutzt sein breit aufgestelltes Netzwerk, um Multiplikatoren regelmäßig über die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaktes zu informieren und Fragen rund um die Antragstellung zu beantworten.
Schulleitungen, Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter, Casemanagerinnen und -manager des Kommunalen Integrationszentrum, Mitarbeitende bei Trägern arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen sowie sonstige Beratungsstellen, die in einem engen Kontakt zu den Anspruchsberechtigten stehen, sind eine wichtige Säule bei der Bewerbung des BuT-Pakets – und fungieren als Brücke.
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Niedrigschwellige Beratung: Erklärvideos in unterschiedlichen Sprachen
Neben der persönlichen Beratung der Anspruchsberechtigten durch Mitarbeitende des Jobcenters und der kreisangehörigen Sozialämter bietet der Kreis Düren weitere Möglichkeiten der niedrigschwelligen Beratung an. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Zahl der Anspruchsberechtigten mit Fluchterfahrungen in den letzten zehn Jahren deutlich zugenommen hat und die deutsche Sprache vielfach noch eine Barriere darstellt, wird das BuT-Paket in Erklärvideos in acht Sprachen erläutert und beworben. Zudem stehen Antragsvordrucke in unterschiedlichen Sprachen zur Verfügung.
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Kooperation mit der Viva Equality gUG
Vielfach stellt es aus unterschiedlichen Gründen für Anspruchsberechtigte auch eine Hürde dar, sich beim Jobcenter oder einem Sozialamt zu den BuT-Leistungen beraten zu lassen. Um diesem Personenkreis eine Möglichkeit zu geben, niedrigschwellige Beratung zu erhalten, ist der Kreis Düren im Jahr 2025 eine Kooperation mit der Viva Equality eingegangen. Die gemeinnützige Unternehmensgesellschaft bietet mit ihrem Projekt „But-Beratung“ eine mehrsprachige Beratung zu allen Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets an. Sie ergänzt die Beratungsarbeit des Jobcenters Düren sowie der kreisangehörigen Sozialämter und unterstützt bei der Aufklärungsarbeit sowie Umsetzung, um die Inanspruchnahme der Leistungen zu erhöhen.
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Gezielte (schriftliche) Ansprache
Trotz zahlreicher Beratungsangebote gelingt es nicht, alle Anspruchsberechtigten zu erreichen und zu bewegen, die ihren Kindern zustehenden BuT-Leistungen zu beantragen bzw. den Bedarf gegenüber dem Jobcenter zu konkretisieren.
Vor diesem Hintergrund wertet das Jobcenter in unregelmäßigen Abständen den Datenbestand der SGB II-Leistungsbeziehenden dahingehend aus, ob auch nach längerem Leistungsbezug – mit Ausnahme des automatisch gewährten Schulbedarfspakets – keine weiteren BuT-Leistungen in Anspruch genommen wurden. Die betreffenden Eltern werden anschließend gezielt angeschrieben und auf die BuT-Leistungen sowie die Wege zu deren Inanspruchnahme hingewiesen.
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Antragstellung durch Bevollmächtigte
In der Praxis zeigt sich, dass die Beantragung der BuT-Leistungen Anspruchsberechtigte bzw. deren Eltern vielfach und aus unterschiedlichen Gründen überfordert: Anträge werden gar nicht oder erst sehr zeitverzögert nach wiederholter Aufforderung z. B. durch Leistungsanbieter gestellt.
Um dieser Problematik Rechnung zu tragen und dennoch eine möglichst hohe Inanspruchnahme zu erreichen, weist der Kreis Düren seit Inkrafttreten des BuT-Pakets aktiv auf die Möglichkeit der Antragstellung durch Bevollmächtigte hin. Sie wird gleichermaßen intensiv durch Leistungsanbieter wie auch durch Multiplikatoren, z. B. Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, genutzt.